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Brüder Grimm, Kinder- und Haus-Märchen, Nr. 189: Der Bauer und der Teufel

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KHM 189
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Kinder- und Haus-Märchen, Band 2, 7. Auflage (Ausgabe letzter Hand), Göttingen: Dieterich, 1857, S. 411—412

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„Einmal hast du den Vortheil gehabt,“ sprach der Teufel, „aber für das nächstemal soll das nicht gelten. Dein ist was über der Erde wächst und mein was darunter ist.“ „Mir auch recht“ antwortete das Bäuerlein.
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Dem Teufel gefiel das wohl, aber das listige Bäuerlein hatte Rüben gesät. Als nun die Zeit der Ernte kam, so erschien der Teufel und wollte seine Frucht holen, er fand aber nichts als die gelben welken Blätter, und das Bäuerlein, ganz vergnügt, grub seine Rüben aus.

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„Er ist dein“ antwortete der Teufel, „wenn du mir zwei Jahre lang die Hälfte von dem gibst, was dein Acker hervorbringt: Geld habe ich genug, aber ich trage Verlangen nach den Früchten der Erde.“ Das Bäuerlein gieng auf den Handel ein. „Damit aber kein Streit bei der Theilung entsteht,“ sprach es, „so soll dir gehören was über der Erde ist und mir was unter der Erde ist.“
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Als aber die Zeit zur Aussat kam, säte das Bäuerlein nicht wieder Rüben, sondern Waitzen. Die Frucht ward reif, das Bäuerlein gieng auf den Acker und schnitt die vollen Halme bis zur Erde ab. Als der Teufel kam, fand er nichts als die Stoppeln und fuhr wüthend in eine Felsenschlucht hinab.

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